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Presseartikel & Kritiken

Neue Zeitschrift für Musik #3/2013

  • Porträt über das Ensemble Garage von Rainer Nonnenmann in der Mai- Ausgabe Neue Zeitschrift für Musik.
  • Ensemble Garage setzt auf Kooperationen – Positionen, Ausgabe Nov. 2013

Komponisten melden sich zu Wort / Composer voices

“Ensemble Garage gave a brilliant performance of rinn! I was speechless when I heard the ensemble play it for the first time… the piece is difficult, but everyone brought a level of detail, interpretation, and commitment to the conducting and playing that I rarely experience as a composer. It was amazing for me to hear something I wrote being played with such care and skill.” Ann Cleare

“Das Ensemble Garage brillierte in der Aufführung von rinn! Ich war sprachlos,s als ich das Ensemble dieses Stück zum ersten Mal spielen hörte….  Das Werk stellt sehr hohe Anforderungen an die Ausführenden. Selten habe ich als Komponistin eine derartige Detailgenauigkeit, einen solchen Interpretationswille und ein so großes Engagement gehört und erlebt wie bei dieser Zusammenarbeit mit Ensemble Garage. Mein Stück in einer Interpretation zu hören, in welcher sich instrumentales Können und das Verständnis für die Musik ideal verbanden, war eine wunderbare Erfahrung für mich.” Ann Cleare

“Ich liebe den Klang von Ensemble Garage. Er ist nicht lieblich, er ist fragil. Er lebt von Spannung und Vibration, er ist  fast forward und kraftvoll. Es steckt eine Tiefe in diesem Klang und dieser Energie, die nur deshalb vorhanden sein kann, weil starke Persönlichkeiten ihr Instrument prägen. Individualisten, ganz gleich ob Querdenker oder Regelwerkliebhaber, die es vermögen miteinander zu kommunizieren und dieses Vermögen klanglich erfahrbar machen – über Präzision, Kraft und den Mut zur Zerbrechlichkeit. Just love it!”  Brigitta Muntendorf

New Talents Festival – Kolumba Museum Köln vom 13.05.2012

Erstmals hochwertige Musik bei der Kölner Biennale New Talents [Auszug]

von RAINER NONNENMANN

“Vorne sieht man die Cellistin Pizzikati ausführen, doch von hinten mischt sich aus weiter Ferne in jeden ihrer weichen Zupfklänge ein dumpf-gewichtiger Trommelschlag. Wie der letztjährige Träger des Bernd Alois Zimmermann-Preises der Stadt Köln, Yasutaki Inamori, schrieben drei weitere junge Komponisten Musik speziell für die besonderen Raumbedingungen des Kunstmuseums Kolumba.

Rodrigo López Klingenfuss brachte ein zentrales Ensemble in Zwiesprache mit aus großer Distanz langsam zu gewaltigem Dröhnen anschwellenden Wirbeln auf Tamtam und Großer Trommel. Zur Seite standen den ehemaligen Studierenden der Kölner Hochschule für Musik und Tanz zwei examinierte Komponisten aus Utrecht und Zürich. Während Patrick Franks Collage aus Nationalhymnen, Marschgesten und mit Megaphonen vorgetragenen agitatorischen Parolen rechtskonservativer Politiker allgemeine Ratlosigkeit hinterließ, begeisterte Jesse Broekman mit einer auf den Ort kongenial zugeschnittenen Raum-Klang-Komposition.

Der 27-jährige Niederländer verteilte die neun Musiker des hoch konzentriert agierenden Kölner Ensembles Garage auf verschiedene Ausstellungsräume, um suggestive Atmosphären zu schaffen und über dunkler Grundierung vereinzelte Soloaktionen durch die Säle irrlichtern zu lassen. So entstand ein raffiniertes Spiel mit Nähe und Ferne, bei dem hohe Flageolett- oder Kratzgeräusche aus den Nachbarsälen für die Hörer plötzlich viel größere Präsenz gewannen als die im Hauptsaal gleichmäßig um verteilten Liegetöne.

Erstmals war bei „New Talents – Biennale Cologne“ die Musik prominent vertreten. Dank Förderung durch Kunststiftung NRW und Kölner Kulturamt brachten drei junge Kölner Ensembles zehn Auftragswerke ebenso junger Komponisten zur Uraufführung. Der Musikreferent der Stadt, Hermann-Christoph Müller, sah jetzt ein „Qualitatives Niveau erreicht, von dem aus man diese Biennale unbedingt fortsetzen muss.“ Auch der Kölner Komponist Manos Tsangaris, einer der Kuratoren des Projekts, betonte die Wichtigkeit, junge Komponisten durch Aufträge und Aufführungen zu fördern, die gerade ihr Examen gemacht haben, um ihnen nach dem Studium eigenständiges Weiterarbeiten zu ermöglichen.[…]”

Wir danken Rainer Nonnenmann für die Genehmigung zur Veröffentlichung seines Artikels!

English Version Ensmeble GarageMusic Newspaper (NMZ) #3/2013

New Talents Festival , Kolumba Museum Cologne 13.May 2012

High-quality music for the first time at the Cologne Biennale “New Talents” (excerpt)

by Rainer Nonnenmann

The cellist is onstage, playing pizzicato, which dissolves into the dull, heavy drumbeat coming from a long way away towards the back of the hall. 3 young composers as well as Yatsuko Inamori, last year ́s winner of Cologne ́s Bernd Alois Zimmermann Prize, wrote works especially for the particular acoustics and spaces within the Columba Museum.

Rodrigo López Klingenfuss combined a central ensemble with Tamtam and Bass Drum duo, their distant drum rolls slowly becoming a threatening roar.

Next to the works by ex-students from the Cologne Hochschule for Music and Dance were two by established composers from Utrecht and Zurich.Although Patrick Frank ́s collage of national anthems, march fragments and stirring facist quotes shouted through megaphones caused mostly confusion, Jesse Broekman impressed with his clever space-sound composition, directly designed for the performance area.

The 27 year-old from the Netherlands placed the nine intensely- concentrating musicians from Cologne ́s Ensemble Garage within different exhibition rooms, to create suggestive atmospheres and to let specific solo wisps float over a dark foundation. This created a refined game of near and far, in which a high flagolet or a scratch sound from a neighboring room suddenly gained an enormous intensity for the audience, much more so than the long notes in the main hall.

For the first time in the „New Talents – Biennale Cologne“ , music was a particular focus. 3 young Cologne Ensembles performed 10 commissioned works , thanks to support from the Art Foundation NRW and the Cologne Cultural Foundation. The city ́s representative for music, Hermann-Christoph Müller, recognized ” a particular level of quality achieved, which the Biennale has to continue” . Manos Tsangaris, the Cologne composer who was one of the curators of the project , emphasized the importance of supporting young composers who have just graduated with commissions and performances, in order to achieve independent careers.

We thank Rainer Nonnenmann for his permission to publish this article.